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Privatisierung der Schulbildung in Berlin schreitet voran

Pressemitteilung vom 07.09.2007

Peter Hammels, Bezirksverordneter in Lichtenberg erklärt:
"Am Beispiel des Bezirks Lichtenberg ist die schleichende Privatisierung der Schulbildung in Berlin derzeit anschaulich zu beobachten. Die Lichtenberger Bezirksstadträtin für Schulen, Kerstin Beurich, bestätigte am Dienstag im BVV-Bildungsausschuss die dringliche Nachfrage von vier Privatschulen (u.a. die BIP KreativitätsGrundschule und die Freie Demokratische Schule Berlin) für die Weiternutzung von mehreren Schulgebäuden, die durch zahlreiche Zwangsfusionen nun leer stehen und vom Immobilienservice des Bezirksamts verwaltet werden. Zudem gab sie einen regen Zulauf bei Privatschulen vor allem in der sozial besser situierten Gegend Lichtenberg-Süd bekannt.

Dass immer mehr Eltern ihre Kinder auf eine Privatschule schicken, ist die Folge der desaströsen Bildungspolitik des rot-roten Senats. Die Privatschulen bieten den Eltern momentan das, was die Senatsschulverwaltung in den vergangenen Jahren mit dem Scheinargument zurückgehender Schülerzahlen abgeschafft hat: Sichere Standorte, langfristige Planbarkeit und Verlässlichkeit bei der Einrichtung von Klassenzügen sowie angemessene Klassengrößen mit etwa 20 Kindern.

Die chronisch klammen Bezirke werden den aktuellen Kauf- oder Mietangeboten für leerstehende Gebäude mittelfristig nicht widerstehen können. Dann wäre die Umverteilung von öffentlicher Schulbildung zur Privatbildung perfekt - und die Spaltung in "bildungsnahe" und "bildungsferne Schichten" würde sich in der Hauptstadt trotz aller Bemühungen um das Projekt "Gemeinschaftsschule" verstärken.

Alle SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte in Berlin, die sich gegen den weiteren Abbau der öffentlichen Schulbildung positionieren, sind aufgefordert, ihren Unmut auf Schulkonferenzen, in Elternbeiräten und in den BVV-Ausschüssen deutlicher zu artikulieren und die gegenwärtigen PR-Kampagnen des Schulsenators kritisch nach ihrem wahren Gehalt zu prüfen. Nur massiver öffentlicher Druck kann in den Betonköpfen des rot-roten Senats Bewegung hervorrufen."

WAS-B Xhain
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